Vanille Parfum: alle Düfte aus unserem Test

Vanille ist eine Duftnote aus der Schote einer Orchideeart. Sie wirkt süß, warm und weich und verflüchtigt sich nur langsam. Auf dieser Seite stehen alle Düfte aus unserem Test, in denen Vanille den Charakter prägt und nicht nur als Spur in der Basis mitläuft.

Alle getesteten Vanille-Düfte

39 getestete Vanille-Düfte, nach Gesamtbewertung sortiert

Was ist Vanille?

Die meisten Schoten wachsen in Madagaskar, vor allem in der Region Sava im Nordosten der Insel. Ihren Duft entwickeln sie erst nach der Ernte, wenn sie kurz in heißes Wasser getaucht, tagelang in der Sonne getrocknet und anschließend wochenlang nachgetrocknet werden. Der wichtigste Duftstoff, der dabei entsteht, ist Vanillin. Vanillin lässt sich auch im Labor herstellen, und so entsteht heute der weitaus größte Teil. Nach Angaben des Smithsonian Magazine stammt weniger als ein Prozent des Vanille-Aromas weltweit aus echten Schoten. Die Parfümerie arbeitet mit beidem, mit Vanillin und mit Extrakten aus der Schote, wie das französische Parfum-Magazin Nez am Beispiel des Duftstoffherstellers Mane beschreibt.

Wie riecht Vanille?

Vanille riecht nicht in jedem Duft gleich. Als Rohstoff ist sie süß und cremig, doch sie steht fast nie allein, sondern in Kombination mit anderen Noten. Welche davon daneben liegen, entscheidet darüber, ob ein Vanille-Duft warm, blumig oder süß wirkt.

In den von uns getesteten Düften tritt Vanille vor allem warm und harzig auf, auf einem Fundament aus Amber. Fast ebenso oft steht ein blumiges Herz aus Jasmin oder Orangenblüte darüber, unter dem die Vanille für Weichheit sorgt. Die dessertartige Spielart mit Karamell und Praline prägt das öffentliche Bild von Vanille stärker, als sie es in den Düften selbst tut. Für sie gibt es bei uns eine eigene Seite: süß-orientalische Düfte.

Auffällig ist eine vierte Verbindung: Vanille und Lavendel. Der Kontrast aus kräuteriger Schärfe und süßer Wärme trägt eine Reihe bekannter Herrendüfte und kommt in unserem Bestand häufiger vor, als die Verteilung erwarten ließe.

Wann Vanille-Düfte passen

Vanille-Düfte kommen abends und in der kalten Jahreszeit am besten heraus. In unseren Tests erreichen sie ihre oberste Eignungsstufe vor allem an Herbst- und Winterabenden, unabhängig davon, ob der Abend leger oder festlich ist. Der Unterschied zwischen diesen beiden Anlässen ist kleiner als der zwischen Tag und Abend.

Tagsüber verschiebt sich das Bild, aber nicht überall gleich. In Herbst und Winter bleiben viele Vanille-Düfte auch am Tag tragbar, im Sommer dagegen kaum. Warme, süße Basisnoten wirken bei Hitze schnell zu präsent. Das liegt nicht daran, dass der Duft schwächer würde: Bei Wärme verdunstet er schneller und wirkt dadurch direkter.

Weitere Duftnoten

→ Alle Duftnoten im Überblick

Häufige Fragen zu Vanille-Düften

Welches Parfum riecht nach Vanille?

Die Liste oben zeigt jeden getesteten Duft, sortiert nach unserer Gesamtbewertung. Welche Facette der Vanille er zeigt, steht in der jeweiligen Duftbeschreibung.

Riechen alle Vanille-Düfte süß?

Nein. Vanille wird oft mit Amber und Harzen kombiniert und wirkt dann eher warm als süß. Die dessertartige Süße ist eine eigene Richtung, keine Eigenschaft der Note.

Was unterscheidet Vanille von Tonkabohne?

Beide wirken süß und warm, stammen aber aus verschiedenen Pflanzen. Die Tonkabohne bringt zusätzlich eine mandelig-heuartige Facette mit, die der Vanille fehlt. In unseren Tests bilden sie kein festes Paar: Vanille-Düfte führen die Tonkabohne nicht öfter als andere Noten auch.